Weihnachten2009
ASV Forth 1888 e.V.

Bericht über die ASV-Weihnachtsfeier 2009

Der festlich geschmückte Vereinssaal war wiederum ein beeindruckender Rahmen für die Weihnachtsfeier des ASV Forth. Leider hatten der plötzliche Wintereinbruch und die klirrenden Außentemperaturen einige Plätze leer bleiben lassen.

In das weihnachtliche Programm führten der Kath. Bläserchor unter der Leitung von Hans Singer und Dieter Ferkl mit seiner traditionellen Mundartgeschichte ein. 

Eine Reihe von Ehrengästen wurden durch den 1. Vorsitzenden Martin Hofmann namentlich begrüßt, so Bürgermeister Wilfried Glässer, die Marktgemeinderäte Willibald Brütting und Reinhard Nagengast, die ASV-Ehrenmitglieder Klaus Fischer und Kurt Vogelmann sowie Reinhard Zeiß als Vertreter der Raiffeisenbank und der frühere Vereinsvorsitzende Alois Jungwirth. Die Kirchen waren durch den evang. Pfarrer Johannes Häselbarth und den kath. Diakon Heribert Steger vertreten.

Die Wichtigkeit und die Wertschätzung des Weihnachtsfestes, auch für das Geschehen in einem Verein, stellte Martin Hofmann bereits bei den Begrüßungsworten in den Mittelpunkt. Im weltlichen Jahreskreis wird Weihnachten nur einmal gefeiert, tatsächlich könnte dieses Fest während des Jahres viel öfter sein, wenn nämlich die Menschen die Botschaft dieses Festes im Alltagsleben verstärkt anwenden und umsetzen würden.

Die 5. Klasse der Volksschule Heroldsberg unter der Leitung von Kathrin Hofmann und Frau von Marwitz führte das Krippenspiel „Hilfe – die Herdmann’s kommen“ auf. Die Herdmann’s, eine soziale Problemfamilie, hatten keine Ahnung von der tatsächlichen Weihnachtsgeschichte. Dies führte ganz zwangsläufig zu einer völlig anderen Interpretation des Weihnachtsgeschehens. Anstelle von Weihrauch und Myrre brachten die Drei Könige z. B. eine Salami. Die Kinder jedenfalls spielten die Geschichte beeindruckend nach ihrem eigenen Empfinden und regten ihre Zuhörer schon zur Nachdenklichkeit an.

In seiner Weihnachtsansprache resümierte der 1. Vorsitzende, dass Weihnachten viel zu sehr ein Fest des Schenkens geworden ist. Die veränderte öffentliche Einschätzung Weihnachtens ist zu einem Bespiel für den bedauerlichen Werteverlust in unserer Gesellschaft geworden. Gerade beim weihnachtlichen Schenken sollte unsere „Überflussgesellschaft“ weniger an sich selbst als vielmehr an die Menschen denken, die an Weihnachten vielleicht leer ausgehen, die einer faktischen Hilfe bedürfen. Christliche Nächstenliebe und die menschliche Wertschätzung sind zentrale Inhalte der Weihnachtsbotschaft, die viel zu wenig praktiziert werden.

In einem kurzen Jahresrückblick streifte Martin Hofmann einige wichtige Vereinsgeschehnisse des Jahres 2009. Die Jahresbilanz des ASV sei gar nicht schlecht, so der 1. Vorsitzende. Mehrere ganz wichtige finanzpolitische Weichenstellungen sind im Jahr 2009 erfolgt. Die Verlängerung der ausgelaufenen Darlehensverträge ist in eine Niedrigzinsphase gefallen und war für den Verein somit eine außerordentlich günstige Fügung. Auch die schon lange laufenden Verhandlungen mit der Evang.-Luth. Pfründestiftung zur dauerhaften rechtlichen Sicherung des Sportgeländes und zur Regelung finanzieller Altlasten stehen kurz vor einem positiven Abschluss.

Das sportliche Angebot des Vereins konnte im Jahr 2009 wiederum verbessert werden. So hat sich das Kinderturnen unter der Leitung von Doris Pall sehr positiv entwickelt. Auch die neue Fachübungsleiterin Christina Richter ist im Bereich des Gesundheitssports und im Sport für Ältere außerordentlich aktiv. Dadurch ergeben sich für das sportliche Vereinsangebot neue Perspektiven.

Nicht zufrieden zeigte sich der 1. Vorsitzende mit dem bisherigen Saisonverlauf bei der 1. Fußballmannschaft, die unmittelbar an der Schwelle zu den problematischen Tabellenplätzen steht. Diese nicht sehr erfreuliche Entwicklung war eigentlich nicht zu erwarten. Als Primärziel gab der 1. Vorsitzende den Erhalt der Kreisliga aus und forderte seine Fußballer auf, mit ganzer Kraft dafür zu kämpfen.

Durchaus optimistisch blickte der 1. Vorsitzende in das kommende Jahr. Vieles kommt bekanntlich anders, als man es erwartet. Auch im vergangenen Jahr seien Befürchtungen nicht zur Realität geworden. Wenn der Verein vertrauensvoll an die eigenen Stärken glaubt und das gesellschaftliche Miteinander im Mittelpunkt steht, dann wird auch das Jahr 2010 keine unlösbaren Aufgaben bringen, so Martin Hofmann.

Auch die Würdigung und die Anerkennung der ehrenamtlichen Leistung sind fester Bestandteil der ASV-Weihnachtsfeier. Viele Mitglieder tun weit mehr als ihre Pflicht. Stellvertretend für diesen großen ehrenamtlichen Kreis überreichte der stellv. Vorsitzende Fritz Nützel mit lobenden und anerkennenden Worten einer Reihe besonders engagierter Mitglieder ein kleines Präsent und dankte für deren vorbildlichen Einsatz.

Den Abschluss der wiederum stilvollen Weihnachtsfeier bildete wie alljährlich die reichhaltige Tombola, die Fritz Nützel zusammengestellt hatte. Die beiden Hauptpreise, einen Gutschein für eine Ballonfahrt und einen Rundflug mit einem Motorsegler, gewannen Helmut Kailer und Erich Goll.

Mitgliederehrungen beim ASV

Traditionsgemäß bildet die Weihnachtsfeier auch den festlichen Rahmen für Vereinsehrungen. 1. Vorsitzender Martin Hofmann kam dieser angenehmen Aufgabe gerne nach und dankte den Jubilaren  für die langjährige Verbundenheit und Vereinstreue. Eine langjährige Vereinsmitgliedschaft beruht auf einer positiven Grundüberzeugung und in der persönlichen Einstellung und Verbundenheit des Mitgliedes. Neben der sinnvollen sportlichen Betätigung geht es im Verein darum, Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu erleben, Freude am Sport zu haben  und Freunde zu gewinnen. 

Leider haben sich diese Betrachtungsweisen durch die gesellschaftlichen Entwicklungen verändert. Martin Hofmann: „In der heutigen Zeit wird der Verein immer weniger als sportliche Gemeinschaft, vielmehr aber als Dienstleistungseinrichtung gesehen, die dann mit ihrem unbegrenzten Angebot zur Verfügung stehen muss, wenn man sie aus dem individuellen Wunsch heraus gerade braucht.“

Hofmann bedauerte es, dass viele Sportinteressierte nicht unbedingt Vereinsmitglied werden wollen. Hofmann: „Die Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft kann doch nichts Negatives sein.“  Aus dieser Betrachtung heraus kommt einer langjährigen Mitgliedschaft eine ganz besondere Bedeutung wie auch ein hoher Stellenwert zu.

Viele der geehrten Mitglieder hatten sich auf vielfältige Weise in den Verein eingebracht, sei es nun als aktiver Sportler oder als Trainer, Übungs- oder Abteilungsleiter oder als sonstiger Funktionsträger. Ihnen dankte der 1. Vorsitzende sehr herzlich und überreichte ein Vereinspräsent und eine Ehrenurkunde.

Den Höhepunkt bildeten die Ehrungen für 50- und 60-jährige ASV-Mitgliedschaft. 60 Jahre gehört dem ASV Gerhard Arbter an, der rd. 1.300 Fußballspiele im ASV-Trikot bestritten hat und damit einer der Rekordspieler ist. In den 60- und 70-iger Jahren war er Stammspieler der 1. Mannschaft; anschließend hat er seine Laufbahn  in der damaligen AH-Mannschaft fortgesetzt. Auch aus persönlicher Freundschaft und Verbundenheit stellte Martin Hofmann heraus, dass Gerhard Arbter seine ganze Fußballerlaufbahn beim ASV erlebt hat; ein Vereinswechsel stand für ihn trotz seines herausragenden Könnens nie zur Disposition.

Ebenfalls 60 Jahre gehört dem ASV Fritz Bernhard an, der aus gesundheitlichen Gründen leider an der Feier nicht teilnehmen konnte. Ihm dankte der 1. Vorsitzende bei einem persönlichen Besuch.

50 Jahre gehören dem ASV Gerhard Ide, Friedrich Schuster, Reinhold Strecker und Johann Kailer an. Sie alle haben sich um den ASV besondere und herausragende Verdienste erworben.

Für 40-jährige Vereinstreue wurden Erhard Mehner, Ruth Rieder, Erwin, Hans und Heinrich Singer und Kurt Vogelmann geehrt. Nicht anwesend konnte Werner Petsch sein.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Irene, Inge und Dr. Otto Prucker sowie Marie und Thomas Weise ausgezeichnet. Nicht anwesend konnten Ramona Fürst, Benjamin Nützel und Sven Lenglacher sein.

Verdiente Fußballer wurden vom stellv. Vereinsvorsitzenden Helmut Kailer für das Erreichen einer runden Spielezahl ausgezeichnet. Für jeweils 400 Spiele im ASV-Dress wurden Andreas Möller, Marcus Röhrig und Daniel Konrad mit anerkennenden Worten und einer Ehrenurkunde bedacht.

Bildbeschreibungen (jeweils von links):

Ehrung für 25jährige Mitgliedschaft

1. Vorsitzender Martin Hofmann, Dr. Otto Prucker, Inge Prucker, Thomas Weise, Marie Weise, stellv. Vorsitzender Fritz Nützel

Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft

1. Vorsitzender Martin Hofmann, Heinrich Singer, Erwin Singer, Kurt Vogelmann, Hans Singer, Ruth Rieder, Erhard Mehner, stellv. Vorsitzender Fritz Nützel

Ehrung für 50- und 60-jährige Mitgliedschaft

Von links: 1. Vorsitzender Martin Hofmann, Gerhard Arbter, Friedrich Schuster, Reinhold Strecker, Gerhard Ide, stellv. Vorsitzender Fritz Nützel

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