Bericht JHV 2011
ASV Forth 1888 e.V.

Bericht über die Jahreshauptversammlung des ASV Forth vom 01.04.2011

Gewohnt harmonisch und reibungslos verlief auch die diesjährige Jahreshauptversammlung des ASV Forth. 65 Vereinsmitglieder aus fast allen Abteilungen waren der Einladung gefolgt – eine durchaus respektable Zahl für eine ganz „normale“ JHV.

1. Vorsitzender Martin Hofmann legte der Versammlung einen umfassenden und ausführlichen Tätigkeitsbericht über die aktuelle Lage des Vereins und über die Geschehnisse des Jahres 2010 vor.

Mitgliederzahl ist rückläufig

1.104 Mitglieder sind aktuell beim ASV eingeschrieben.  Die offizielle Zahl zum Jahresende 2010 lag bei 1.068 Personen; gegenüber dem Vorjahr bedeutet diese Zahl einen Zuwachs von 21 Mitgliedern. Zum 01.01.2011 hatten sich nochmals 36 Personen mit den Zielen des ASV identifiziert. 

42,84 % der Mitglieder sind Kinder oder junge Erwachsene, 39,76 % sind Frauen. 111 Neumitgliedern standen im Jahr 2010 90 Vereinsaustritte gegenüber. Die größte Vereinsabteilung mit 514 Mitgliedern sind die Fußballer gefolgt von der Abteilung Turnen und Gymnastik mit 331 Mitgliedern. Von den weiteren Abteilungen kommt nur die Tennisabteilung mit 106 Mitgliedern über die 100-er-Grenze.

Martin Hofmann forderte zur Werbung neuer Mitglieder auf. Jedes neue Mitglied stärkt die Gemeinschaft des ASV, so Hofmann.

Neue Platzwarte

Seit 01.02.2011 haben Alexander Dorn und Daniel Nützel gemeinsam das wichtige Amt des Platzwartes übernommen; sie folgen dem langjährigen und verdienten Platzwart Gerhard Ide nach. Dennoch sei, so Martin Hofmann, die Anlagenpflege eine Gemeinschaftsaufgabe. Schon wegen der Größe der Vereinanlage müssen diese Aufgaben auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Verlässliche und treue Helfer ist immer wieder die Rentnergruppe unter der Leitung von Klaus Fischer; ihre Arbeitsleistung liegt bei rund  800 Stunden/Jahr.

Steigende Energiekosten

Allein für Strom und Heizung muss der ASV einen Jahresbetrag von rd. 20.000,00 € aufwenden. Martin Hofmann appellierte an alle Sportler, mit der Energie sparsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Die fürchterlichen Geschehnisse in Japan müssen umso mehr Anlass sein, das Energieverhalten auch im Verein zu überdenken. Immer wieder werde vergessen, das Licht in der Kabine abzuschalten oder die Heizung zurückzudrehen. Dieses Bewusstsein muss auch bei der Benutzung der gemeindlichen Sporthallen gelten. Martin Hofmann: „Die billigste Energie ist die, die überhaupt nicht verbraucht wird.“

Fairness, Respekt und Toleranz im Sport

Gemeinsam mit sieben Vereinen aus dem Landkreis Forchheim gehört der ASV Forth einer Vereinsarbeitsgemeinschaft an, die unter dem Motto „die Welt ist bunt – der Sport auch“ ohne wenn und aber für Fairness, Respekt und Toleranz im Sport eintritt und sich ganz entschieden gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Antisemitismus stellt. Martin Hofmann erläuterte die Gründe, warum sich der ASV dafür engagiert. Immer wieder sind auch Sportvereine der Gefahr ausgesetzt, von extremen Gruppen unterwandert zu werden. Die Prävention und die Sensibilisierung der Sportler sind ganz wichtige Aspekte. Für die beteiligten Vereine geht es darum, Flagge zu zeigen und klare Positionen zu beziehen. Damit wird auch eine Zielsetzung des Bayer. Fußballverbandes vor Ort umgesetzt. Rassismus, Gewalt  und sonstige Unsportlichkeiten müssen auf allen Sportplätzen die Rote Karte gezeigt werden.

Martin Hofmann forderte alle Sportler auf, sich zu diesen Idealen zu bekennen und der von den Vereinen erarbeiteten Selbstverpflichtungserklärung mit der eigenen Unterschrift Nachdruck zu verleihen.

Finanzen im Lot

Hauptkassier Anita Zimmert erläuterte den       Jahresabschluss 2010, der in Einnahmen und Ausgaben mit je 161.500,00 € null auf null aufgeht. Die Schuldentilgung ist im Jahr 2010 mit rd. 26.800,00 € planmäßig verlaufen.

Die Kassenprüfer Reinhard Hürner und Reinhard Zeiß hatte die Jahresrechnung im vierteljährlichen Turnus geprüft und der Finanzverwaltung eine ordentliche und korrekte Buchführung bestätigt. Die Entlastung für die Vorstandschaft wurde durch die Versammlung einstimmig erteilt.

Die Gesamtverschuldung des Verein liegt ziemlich genau bei 500.000,00 €; diesen Schulden steht allerdings ein Anlagevermögen von rund 1,5 Mio. € gegenüber. Der Förderverein des ASV hat auch im Jahr 2010 den Verein mit 6.360,00 € unterstützt; dieser Betrag ist zweckgebunden für die Schuldentilgung. Für diese großartige Unterstützung dankte Martin Hofmann der rührigen Vorsitzenden des Fördervereins, Frau Irene Ammon, ganz herzlich.

Martin Hofmann stellte fest, dass der ASV seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Auch für die nächsten Jahre wird Sparsamkeit ein Gebot der Stunde bleiben. Viele Ausgaben werden beim ASV über Spenden und durch Sponsoren finanziert. Das, so Hofmann, ist eine lebensnotwendige Finanzierungsquelle, für die der Verein sehr dankbar ist.

Verweigerter Zuschuss

Beim Partnerschaftstreffen zwischen dem Markt Eckental und der ungarischen Partnergemeinde Högyesz im Mai 2010 hatte die Damenmannschaft des ASV unter der Federführung von Michael Friedrich die ungarische Tanzgruppe Tanzika untergebracht und betreut. Die Gruppe war in aller Form vom ASV eingeladen; parallel zur offiziellen Einladung war im Mai 2010 beim Markt Eckental ein Zuschussantrag gestellt worden.

Martin Hofmann kritisierte in aller Form, dass dem ASV bis heute der diesbezügliche Zuschussanspruch in Höhe von 1.250,00 € aus fadenscheinigen Gründen verweigert wird. Extra wegen dem 20-jährigen Partnerschaftstreffen habe der Markt Eckental neue Förderrichtlinien erlassen. Der Zuschussanspruch werde mit der Begründung verweigert, dass nach diesen Richtlinien nicht der gastgebende Verein, sondern jeder einzelne ungarische Gast zuschussberechtigt ist. Martin Hofmann: „Der Gastgeber darf also die Kosten des Aufenthaltes tragen und den Zuschuss erhalten Andere. Das verstehe wer will.“ Martin Hofmann kündigte an, dass sich der ASV Forth im partnerschaftlichen Arrangement künftig stark zurückhalten wird.

Mitgliedsbeiträge erhöht

Ohne Diskussion billigte die Mitgliederversammlung einstimmig den von der Vorstandschaft erarbeiteten Vorschlag zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Martin Hofmann hatte die notwendige Beitragserhöhung mit den stark gestiegenen Ausgaben, insbesondere im Energiebereich und im laufenden Sportbetrieb, ausführlich begründet. Weiterhin müsse zumindest ein kleiner finanzieller Freiraum geschaffen werden, damit der Verein im Finanzbereich disponieren kann. Die letzte Beitragserhöhung war im Jahr 2004 beschlossen worden; somit waren die ASV-Beiträge sieben Jahre stabil. Ab 01.01.2011 liegt der Jahresbeitrag für Kinder bei 45,00 €, der für Jugendliche, Schüler und Studenten bei 50,00 € sowie der Erwachsenenbeitrag bei 90,00 €. Familien zahlen künftig 144,00 € und Rentner ab 65 Jahren 45,00 €. Mit der rund 10-%-igen Erhöhung liegt der ASV auf dem Beitragsniveau der anderen Eckentaler Sportvereine.

reges Abteilungsleben



In einer etwas anderen Form, nämlich im Gespräch zwischen dem Vorsitzenden und dem jeweiligen Abteilungsleiter, wurden der Mitgliederversammlung viele wichtige Informationen aus dem breiten Abteilungsleben des ASV vermittelt.

-          Thomas Weise bedankte sich im Namen der LG Eckental für die Bereitstellung der ASV-Anlagen beim jährlichen Crosslauf; die Läufer finden beim ASV hervorragende Rahmenbedingungen.

Die Volleyballabteilung trifft sich unter der Leitung von Thomas Weise jeweils dienstags in der Eckenhaider Sporthalle zum Freizeitvolleyball. Die Teilnehmer besetzen die breite Altersgruppe von 16 bis 67 Jahren.

-          Angela Dick arbeitet seit Herbst 2009 sehr intensiv am Wiederaufbau der Basketballabteilung. Erste sportliche Erfolge zeigen sich. Im Herbst 2011 wird eine U12-Mannschaft den Spielbetrieb aufnehmen; das erste Freundschaftsspiel konnte deutlich gewonnen werden.

-          Die Skiabteilung, so Angelika Zeisler-Heckel, trifft sich jeden Mittwoch mit 10-15 Teilnehmern zur Skigymnastik. Marius Macarei und Christina Richter sind für den sportlichen Part verantwortlich. Ab Mai geht die Abteilung zum Lauftraining ins Freie.

-          Doris Pall, die Leiterin des Kinderturnens und des Mutter-Kind-Turnens, berichtete von einem sehr starken Zulauf in ihrer Abteilung, der in der Forther Turnhalle schon langsam zur räumlichen Enge führt. Frau Pall überlegt die Erweiterung ihrer Hallenzeiten.

-          Sehr Erfreuliches konnte auch Helmut Haala für die Tischtennisabteilung vermelden. Die 1. Damenmannschaft schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga. Ein Schwerpunkt der Abteilungsarbeit war die Intensivierung der Jugendarbeit. Mit Thomas Schem konnte ein sehr qualifizierter Trainer gewonnen werden. Im Mädchenbereich kooperiert der ASV mit dem FC Schnaittach; in der nächsten Saison wird die gemeinsame Mannschaft in der Bayernliga vertreten sein.

-          Christina Richter arbeitet als geprüfte Fachübungsleiterin schwerpunktmäßig im Gesundheitssport. Sie bietet gerade für ältere Sportler eine Gymnastikstunde „Locker vom Hocker“ an, die im Sitzen bzw. im Stehen abläuft. 12 Damen nehmen dieses Angebot mit großer Begeisterung an. Auch im Angebot „fit 50 +“ steht der Gesundheitsaspekt im Vordergrund; hier wird hauptsächlich bewegungsorientiert gearbeitet. In den Sommermonaten tritt an diese Stelle ein Nordic-Walking-Angebot. Das sportliche Angebot von Christina Richter wurde durch den BLSV mit dem Gütesiegel „Sport pro Gesundheit“ ausgezeichnet.

-          Von einem deutlichen Mitgliederzuwachs und von einer positiven sportlichen Entwicklung berichtete Reinhard Hürner für die Tennisabteilung. 3 Herren- und 2 Damenmannschaften gestalten derzeit den Spielbetrieb. Erfreulicherweise konnten die Grundstücksfragen für das Tennisgelände zu einem guten Ergebnis geführt werden. Die perspektivische Entwicklung der Abteilung sah Reinhard Hürner sehr optimistisch.

-          Klaus Köhler erläuterte als Chef der Bogengilde das derzeitige Abteilungsangebot. Jeden Mittwoch und Samstag trifft sich die Abteilung zum Training; interessierte Sportler sind jederzeit willkommen. Über Schnupperkurse können sich Interessierte mit der Sportart vertraut machen.

-          Einen starken Zulauf verzeichnet die neu gebildete 3. Fußballmannschaft; die Mannschaft war fast komplett bei der JHV anwesend.  Ihr „Chef“ Andreas Tröger kündigte für die neue Spielsaison die Teilnahme beim Punktspielbetrieb an.

-          Die Fußballjunioren des ASV haben derzeit 7 Mannschaften im Spielbetrieb. Viele Trainer und Betreuer rekrutieren sich dabei aus den A-Junioren. Im Kleinfeldbereich, insbesondere bei den G- und F-Junioren, wirken sich inzwischen die demographischen Veränderungen ganz deutlich aus. Michael Friedrich, der Gesamtjugendleiter des ASV, stellte einen deutlichen Kindermangel fest; junge Familien ziehen nach Forth kaum noch zu. Für die Bindung des Nachwuchses ist eine frühzeitige Zusammenarbeit mit Kindergarten und Schule außerordentlich wichtig. Auch die Kooperation mit anderen ASV-Abteilungen ist ein Ziel der Juniorenleitung.

- Michael Friedrich berichtete von vielen weiteren Aktionen der Juniorenleitung. So wurde für die Nachwuchsfußballer das Leitbild „bleib im Spiel – fit für Kids“ entwickelt. Friedrich erinnerte an die erfolgreiche Aktion mit dem Kinderschutzbund „gemeinsam sind wir stark“, an die derzeit beim ASV laufende dezentrale Trainerausbildung mit 7 Teilnehmern aus dem ASV sowie an weitere Gemeinschaftsaktionen. Derzeit arbeitet die Juniorenleitung an einem Juniorenkonzept zur Entwicklung des Jugendfußballs.

-          Die Damenmannschaft des ASV feierte vor kurzem ihren 10. Geburtstag. Aufgrund der anstehenden Spielgruppenreform muss die Mannschaft unbedingt den 2. Platz in der Kreisliga erreichen; nur damit kann die Kreisliga für die neue Saison gesichert werden. Derzeit hat die Mannschaft trotz einer hervorragenden Kameradschaft aber Nachwuchssorgen.

-          Die Sportart Yoga wird beim ASV derzeit nicht mehr angeboten. Aus beruflichen Gründen musste die langjährige Übungsleiterin aufhören. Trotz nachhaltiger Bemühungen der Vereinsleitung war die Resonanz zur Fortführung dieses sportlichen Angebotes nur sehr bescheiden.

Zusammenfassend bilanzierte 1. Vorsitzender Martin Hofmann jedenfalls ein umfassendes, interessantes und vielfältiges sportliches Angebot des Vereins. Dieses Angebot steht allen interessierten Sportlern zu Verfügung. Sehr gerne passt der ASV dieses Angebot auch individuellen Bedürfnissen an. Das sportliche Angebot, so Martin Hofmann, ist laufenden Veränderungen ausgesetzt, denen der ASV sehr ausgeschlossen gegenüber steht.



Positive Bescheidenheit

Martin Hofmann zeigte sich weitgehend zufrieden mit der Jahresbilanz für das Jahr 2010. Der ASV steht als kleines Wirtschaftsunternehmen im sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb. Gleichwohl wird der Großteil der Vereinsarbeit im Ehrenamt, also freiwillig und ohne Entgelt, geleistet. Darin, so Hofmann, liegt ein gewichtiger Unterschied zu kommerziellen Sportanbietern. Immer wieder bemüht sich der Verein, sein Angebot neuen Bedürfnissen anzupassen, zu aktualisieren oder auch einmal neue Wege zu gehen. Verschiedene Angebote werden oftmals nicht wahrgenommen oder gar  ignoriert. Insbesondere die Angebote im Gesundheitsbereich und im Seniorensport verdienen eine wesentlich verbesserte Resonanz. Bedauerlich sei auch das Nichtzustandekommen eines Tanzkurses gewesen.

Abschließend forderte Martin Hofmann alle Vereinsmitglieder auf, sich weiterhin für den Verein zu engagieren und einen eigenen Beitrag dafür zu leisten, dass der ASV ein erfolgreicher und attraktiver Verein bleibt. Je mehr sich engagieren, umso erfolgreicher wird der Verein sein, so das abschließende Credo des Vereinsvorsitzenden.

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